Rekordfahrt: Richard Meaden auf Driftkurs

3 Fragen an …

Richard Meaden

Extrem, extremer, Meaden: Der britische Motorsport-Journalist Richard Meaden ist bekannt für seine spektakulären Driftkünste auf Eis. Wir erfahren von ihm, auf was er bei seinen Weltrekorden besonders achten musste.

3 Fragen an … Richard Meaden

Der britische Motorsport-Journalist Richard Meaden stellte mit dem Škoda Enyaq RS gleich zwei Weltrekorde auf: 7,531 Kilometer driftete er auf einem zugefrorenen See bei Östersund in Schweden. Damit sicherte er zugleich den Titel „Längster ununterbrochener Drift eines Fahrzeugs auf Eis“ – und den „Längsten ununterbrochenen Drift eines Elektrofahrzeugs auf Eis“.

Ab aufs Eis Zum Test der Extreme

Welche war die größte Herausforderung bei der Aufstellung des Weltrekords?
Es war letztlich die Kombination mehrerer Dinge, die zusammen für mich zu einer Herausforderung wurden. Natürlich ist die Oberfläche sehr rutschig, zudem variierte das Grip-Niveau an verschiedenen Stellen des Kreises und änderte sich bei jeder Runde, da die Spikereifen immer wieder Eispulver auf den Kreis warfen.

Welche fahrerischen Qualitäten muss man generell für einen langen, sauberen Drift mitbringen – und wie unterscheidet sich ein Drift auf Eis von einem auf Asphalt?
Konzentration ist der Schlüssel. Das Auto muss ständig mit Gas und Lenkung ausbalanciert werden. Generell liebe ich es, Autos auf Asphalt zu driften, aber das war eine ganz neue und andere Erfahrung. Denn gerade auf Eis ist es natürlich schwierig, einen Slide lange zu halten. Mit etwas Übung konnte ich dann aber vorhersagen, wo die Oberfläche griffiger oder rutschiger wurde.

Welche besonderen Anforderungen muss ein Fahrzeug erfüllen, um für solche Herausforderungen geeignet zu sein? Und warum trifft das auf den Škoda Enyaq RS zu?
Die einzigen Unterschiede gegenüber einem Serienmodell des Enyaq waren die Spikereifen und die vollständig deaktivierte Stabilitätskontrolle. Alles andere war Standard. Meine Erfahrung mit Škoda ist, dass es mehr auf die Einstellung des Unternehmens ankommt als auf die einzelnen Autos. Es geht vielmehr um die Bereitschaft, neue Herausforderungen zu wagen – in diesem Fall zu beweisen, dass Elektroautos extreme Dinge tun können und dabei richtig Spaß machen. Mein Fazit: Der Enyaq hat sich hervorragend geschlagen, obwohl ihm etwas abverlangt wurde, für das kein Auto ausgelegt ist.

Škoda Enyaq Coupé RS: Stromverbrauch kombiniert: 17,4–16,4 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km; elektrische Reichweite: 502–517 km 2024 Škoda Auto Deutschland GmbH Impressum Datenschutz